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Studie: Mehr als die Hälfte aller Projekte ein Flop
 

Studie: Mehr als die Hälfte aller Projekte ein Flop

Immer mehr Firmen wickeln Aufgaben in fachübergreifenden Projekten ab. Doch die meisten Projekte verlaufen unbefriedigend oder gar im Sand. Das ergibt eine Studie der TeamCompany Unternehmensgruppe. Die Ursachen für das Scheitern liegen in gestörter Kommunikation, diffusen Zielen oder unklaren Rollenverteilungen. Die meisten Projektteams sind diesen Problemen nicht gewachsen.


Projektarbeit ist "in". Doch knapp zwei Drittel aller Manager haben damit eher schlechte Erfahrungen gemacht. In der Studie räumen sie ein, dass die Hälfte oder mehr Projekte unbefriedigend oder ganz im Sand verliefen. Nur 37 Prozent aller Manager haben überwiegend positive Erfahrungen gemacht.

Als das Problem Nummer eins nannten die Führungskräfte mit 37,2 Prozent die Kommunikation: Informationen werden zurückgehalten, Offenheit und Transparenz lassen zu wünschen übrig oder man redet aneinander vorbei. Mit 36 Prozent fast ebenso häufig erwähnt wurde die diffuse Zielsetzung. Robert Bartscher, Leiter der Studie: "Viele Projekte sind unklar formuliert, die Ziele sind nicht explizit ausgesprochen oder auf Papier gebracht. Selten haben sie auch einen konkreten, messbaren Nutzen." Dies sei aber nötig, um Motivation und eine gute Zusammenarbeit zu gewährleisten. Deshalb verwundert es nicht, dass mit knapp 31 Prozent das fehlende Wir-Gefühl an dritter Stelle genannt wird, gleichauf mit unklarer Rollenverteilung. Es folgen "unterschiedliche Denkweisen" (29,5%) und "mangelnde Koordination" (25,6%). An fehlender Fachkompetenz liegt es nicht: sie landet mit 10,3% weit abgeschlagen.

Bartscher: "Die größten Probleme in Projektteams betreffen allesamt die sogenannten weichen Faktoren. Dennoch gehen die meisten Ausbildungen von Projektleitern nur auf die rein technische Seite ein. Wie man aber ein Team nach Persönlichkeiten zusammenstellt und leitet, wie man Konflikte klärt, Visionen vermittelt und eine konstruktive, offene Atmosphäre schafft, damit werden Projektmanager fast immer alleingelassen."

Laut Bartscher fängt das Idealprojekt schon bei der strategischen Auswahl der Mitglieder an. Die werden nicht nur nach Fachwissen, sondern vor allem nach Talenten, Denk- und Verhaltensweisen selektiert. Bartscher "Die Persönlichkeit ist der Schlüssel für Spitzenteams, das haben Langzeitstudien ergeben". Außerdem sei die Startphase oft entscheidend für den weiteren Verlauf des Projekts. "Ideal sind daher spezielle Crashkurse, in denen das Projektteam binnen weniger Tage menschlich, kommunikativ und leistungsmäßig auf Maximalniveau gebracht wird. Dabei werden wichtige Teamprozesse vorweg genommen. Das Team arbeitet danach erheblich effizienter." Die Partner der TeamCompany, etwa die Unternehmensberatung Human Tools, sei darauf spezialisiert.

Für die Teamstudie wurden 79 Managern aus deutschen Unternehmen ausführlich befragt. Auftraggeber war die TeamCompany Unternehmens-gruppe, ein Netzwerk an spezialisierten Team-Beratungsunternehmen.


380 Wörter, 2496 Zeichen. Belegexemplar erbeten.


Weitere Infos: Human Tools, Robert Bartscher, Tel. 07191/732272 oder unter www.humantools.de/teamstudie.htm.

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