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Neue Leute
Für viele Unternehmer klingen die Arbeitslosenzahlen wie
Hohn. Verzweifelt suchen sie nach neuen Leuten - und keiner meldet
sich. Gibt der Markt nicht mehr her? Will niemand mehr arbeiten?
Sind nur die Weltmetropolen interessant? Die Unternehmensberatung
Human Tools meint: die Anziehungskraft des Unternehmens ist entscheidend.
Wie wird man als Firma attraktiv?
"Es ist zum Verzweifeln", klagt Roland Weber, Vertriebsleiter
eines mittelständischen Unternehmens. "Seit Monaten suchen
wir neue Leute. Aber wir finden niemanden, der wirklich etwas drauf
hat." Dieser Zustand führe nicht nur zur Überlastung
der bisherigen Mitarbeiter, sondern vor allem zu Produktivitätsverlusten.
"Für mich ist das der Hauptgrund der aktuellen Konjunktur-Abschwächung.
Den Firmen fehlen einfach gute Mitarbeiter."
Bei der Unternehmensberatung Human Tools kennt man diese Probleme.
"Der Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften
weitet sich immer mehr aus, besonders im Mittelstand", bestätigt
Geschäftsführer Robert Bartscher. "In vielen Bereichen
haben sich die Verhältnisse völlig umgekehrt. Früher
konnten Firmen zwischen mehreren Bewerbern entscheiden. Heute sind
es die Bewerber, die zwischen den Firmen wählen." Laut
Bartscher haben viele Betriebe Probleme mit der neuen Situation.
"Mit der Personalakquise ist es wie bei einem Flirt. Früher
gab es mehr Damen als Herren. Die Herren mussten sich nicht großartig
anstrengen, um eine Partnerin zu bekommen. Doch jetzt hat sich das
Blatt gewendet. Die Damen haben reichhaltige Auswahl und werden
anspruchsvoll. Wer sich als Herr wie früher verhält, guckt
in die Röhre. Auch die Angebertour "schau her, wie toll
ich bin" zieht nicht. Noch schlimmer: man sagt der Angebeteten,
was man von ihr erwartet. Oder man bietet ihr viel Geld. Mit all
diesen Maßnahmen erreichen Sie kaum Ihr Ziel. Doch genau das
ist der Inhalt von fast allen Stellenanzeigen."
Was also tun? Bartscher: "Am wichtigsten ist vor allem das
Umdenken. Heute bewirbt sich die Firma beim Arbeitnehmer. Also muss
sie wissen, was sie einzigartig macht und warum die Kandidaten ausgerechnet
zu ihr sollten. Bei einigen Firmen rächt sich jetzt eine fehlende
Strategie - ohne eigenes Profil haben Sie meist verloren."
Doch auch hier gäbe es Hoffnung. "Wir wissen durch Untersuchungen,
was Bewerber heute an Firmen attraktiv finden. An erster Stelle
steht mit weitem Abstand das gute Betriebsklima. Die Menschen wollen
sich wohl fühlen und gerne zur Arbeit gehen. Außerdem
möchten Sie sich entwickeln können und das tun, was ihren
Talenten entspricht." Was so banal klingt, ist in der Praxis
ein weit verbreitetes Problem.
"Als Unternehmen müssen Sie heute mehr bieten als einen
gut dotierten Job: Ohne strategische Qualifizierungsprogramme, etwa
zur Teamkommunikation, Mitarbeiterführung, Team- und Persönlichkeitsentwicklung
kommen Sie heute kaum noch aus. Im Idealfall haben Sie sogar dauerhafte,
aufbauende Coaching- und Begleitkonzepte für Ihre Teams parat,
damit Ihre Mitarbeiter stets optimal arbeiten. Der Stellenwert Ihres
Betriebsklimas wird damit mess- und belegbar. Einem Bewerber können
Sie konkrete Förderkonzepte vorweisen. Das erhöht die
Anziehungskraft Ihres Betriebs. Außerdem haben diese Trainings
einen unschätzbaren Zusatznutzen: Ihre Produktivität steigt,
Krankenstand und Fluktuation gehen spürbar zurück. Im
Grunde ist das wie bei dem erwähnten Flirt: wenn Sie nur erzählen,
was für ein toller Hecht Sie sind, wird man Sie schnell durchschauen.
Ein Bewerber muss real erleben, was Sie zu bieten haben."
Die ideale Bewerber-Situation sähe demnach völlig anders
aus: Der Kandidat wurde im Vorfeld vielleicht persönlich angesprochen.
Bei der Vorstellung erwartet ihn kein klassisches Chef-Gespräch
in Prüfungsatmosphäre, sondern sein zukünftiges Team
empfängt und tauscht sich mit ihm in einem offenen, ehrlichen
Dialog aus. Natürlich besichtigt man den Arbeitsplatz. Bartscher:
"Wichtig neben den Inhalten ist vor allem die Atmosphäre.
Jeder Bewerber erkennt in Sekunden, ob ihm wirkliche Aufmerksamkeit
entgegengebracht wird. Die gefühlsmäßige Gesamtstimmung
ist enorm wichtig." Am Schluss weiß der Bewerber, mit
welchen wichtigen persönlichen und fachlichen Fähigkeiten
er das Team unterstützen kann, welche Entwicklungsprogramme
auf ihn warten und welche Spielräume sich für ihn im Unternehmen
ergeben. Er hat dies in einem kollegialen Klima der Wertschätzung
erfahren. "Der Kandidat soll richtig Lust auf den Job haben.
Das erreichen Sie nicht, wenn bei Ihnen der Haussegen schief hängt.
Für ein gutes Klima müssen Sie konsequent arbeiten."
Der Lohn dafür: die Mitarbeiter legen ein völlig anderes
Engagement an den Tag. Bartscher: "Ein gutes Klima spricht
sich herum. Und plötzlich bewerben sich die Leute von selbst."
Robert Bartscher, 38, ist Geschäftsführer von Human Tools.
Die Unternehmensberatung ist spezialisiert auf Teamentwicklung und
-coaching. Dazu gehören Aufbaukonzepte zur Personalauswahl
sowie die effiziente Integration neuer Mitarbeiter in Unternehmen.
Kontakt unter www.humantools.de.
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710 Wörter
Kontakt: Human Tools, Herr Robert Bartscher, Elbestr. 13/1, 71522
Backnang. Tel.: 07191/732272, E-mail: rb@humantools.de.
Liebe Redakteurin, lieber Redakteur: "No problem, können
wir machen, ich gebe das sofort weiter, aber halt mal, wissen Sie
eigentlich wie aufwändig das ist, stellen Sie sich vor, wir
würden das bei jedem machen, da kämen wir gar nicht mehr
zum Schreiben, aber na gut weil sie´s sind versuche ich mein
Bestes, aber garantieren kann ich für nix." Belege verschicken
ist grausam! Haben wir selbst früher vermieden. Wir würden
uns deshalb ganz ehrlich freuen!
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